|
Zurueck
Kosten für ein Auslandspraktikum - muss das sein?
Mit einem Auslandspraktikum sind natürlich auch Kosten verbunden. Welche Art von Kosten und die Höhe der Kosten hängt aber ganz von der Art und Weise ab, wie man sein Praktikum organisiert.
Es gibt generell zwei Möglichkeiten, sein Praktikum im Ausland zu organisieren:
- Das von einer Organisation vermittelte (und somit kostenpflichtige) Auslandspraktikum
- Das selbst organisiert (und wesentlich billiger) Auslandspraktikum
Kostenpflichtige Praktika
Kostenpflichtige Praktika sind relativ leicht zu finden. Es gibt unzählige Organisationen, die Praktikumspakete im Ausland anbieten. Leider sind solche Pakete aber nicht umsonst, und für Neuseeland erreichen die Kosten of astronomische Höhen. Zudem ist die Qualität der Praktika nicht unbedingt gewährleistet - man kauf also die Katze im Sack.
Selbstorganisierte Praktika
Selbstorganisierte Praktika sind hingegen etwas schwerer zu finden. Man benötigt schon einige Zeit, bis man etwas passendes gefunden hat. Aber mit Ausdauer und etwas Glück ist kann man überall auf der Welt ein Praktikum finden. Die Vorteile liegen auf der Hand. Man muss keine teueren Vermittlungsgebühren zahlen und man weiss von Anfang an, bei welcher Firma oder Organisation man sein Praktikum ableisten wird.
Kosten
Auch das selbstorganisierte Praktikum erzeugt Kosten. Abhängig von der jeweiligen Firma muss man den internationalen Flug ins Praktikumsland selbst bezahlen, manchmal muss man sogar seine Unterkunft selbst organisieren und bezahlen, und Verpflegung ist so gut wie nie inbegriffen.
Also ein grosser Teil an Kosten, der bestritten werden muss. Aulandskrankenversicherung, Visa-Kosten und Taschengeld sind weitere Kosten die in Betracht gezogen werden müssen. Allerdings sollte man bedenken, dass ja man auch in Deutschland für seine alltäglichen Ausgaben aufkommen muss. Die Kosten für Essen und Unterkunft sollte man also nicht unbeding zu den Praktikumskosten hinzurechnen
Einige Firmen im Ausland helfen einem sogar mit gewissen Ausgaben. Dies ist aber von Firma zu Firma unterschiedlich. Manche zahlen ein Praktikumsgehalt, manche stellen die Unterkunft, manche zahlen sogar ein Verpflegungspauschale. Generell sollte man aber seine Erwartungen nicht zu hoch schrauben. Es erscheint mir wichtiger, einen ansprechenden Praktikumsplatz zu haben und dafür einige Umkosten in Kauf zu nehmen. Ich habe sogar einmal ein Praktikum ohne jegliche Bezahlung in Grossbritannien angenommen. Es war ein großartiges Praktikum!
Welche Vergütungen man letztendlich erhät, hägt oft auch vom eigenen Verhandlungsgeschick ab - also ruhig mal was probieren.
Kostenbeispiel
Kalkulieren sollte man mit 400 Euro pro Monat. Dies beinhaltet Kosten für Unterkunft, Verpflegung, Versicherung, und etwas Geld für die Freizeit. Will man natürlich viel in der Freizeit unternehmen, sollte man zusätzliches Geld mit einplanen. Im speziellen Fall Neuseeland, kann man mit 1000 NZ$ pro Monat schon einiges anfangen. Wohnkosten sind leider etwas höher, also sollte man versuchen, dorte ein Praktikum mit Unterkunft zu finden.
Finanzielle Unterstützung
Leider sieht es bei finanziellen Unterstützungen für ein Auslandspraktikum nicht gerade rosig aus. Es gibt jedoch einige Möglichkeiten, die man definitiv in Anspruch nehmen sollte:
- Auslands-BAFöG: Infos gibt es in jeder Universität in der Studentenkanzlei
- Förderung durch DAAD (Deutscher Akademischer Auslands Dienst) als Praktikumsstipendium oder durch Fahrtkostenzuschuss
- Fundraising: Kontaktieren von gemeinnützigen Vereinen (z.B. Lions, Rotary, etc.)
Vollkommen lassen sich Kosten für ein Auslandspraktikum natürlich nicht vermeiden. Durch ein wenig persönliches Engagement lassen sie sich aber gehörig reduzieren. Und die Erfahrungen die man durch ein solches Praktikum sammelt, sind sowieso durch Geld nicht zu bemessen!
|